Meine Honigbienen – die „Ladies“ der Imkerei Howtobee.de
Der Lenz kündigt sich an und mit dem Blühbeginn der Hasel erwacht der biologische Rhythmus im Bienenstock: Die Völker nehmen das Brutgeschäft wieder auf. Nun wird sich peu-a-peu zeigen, wie sich der Charakter der Jungvölker, meiner “Malocher-Ladies” aus dem schwarz-gelben Herzen des Ruhrpotts, auf dem Weg zum vollwertigen Wirtschaftsvolk entwickelt: Die erste Überwinterung, die erste Prüfung für die junge Königin und der entscheidende Akt auf dem Weg zum Wirtschaftsvolk.
Denn: Geburtstag bzw. Stichtag ist für alle Bienenvölker der 1.1. eines Jahres. Ab diesem Datum gelten alle Honigbienenvölker als Wirtschaftsvölker. (versicherungstechnisch wichtig)
Wenn die Bienenhaltenden gut eingewintert haben, dann kommen die die „Ladies“ vital und stark aus dem Winter. Das ist der Grundstein für eine gute Honigsaison, der also im Oktober des Vorjahres gelegt wird.
Exkurs:
5 Kriterien
meine fünf Kriterien für eine erfolgreiche Überwinterung
Rahmendaten meiner Honigbienen-Völker
Jede*r Imker*in selektiert bei seinen*ihren Honigbienenvölkern, sofern die Imkerei ausreichend groß ist. Ich arbeite mit plus/minus sechs Völkern und betreue daneben noch andere Honigbienen-Projekte wie bei den Stadtbienen oder bei den Borsigbienen @EmmasSchwestern.
Im Folgenden lege ich meine Vermehrungsmethode sowie meine Kriterien dar.
Königin
Ich „züchte“, besser vermehre, meine Königinnen aus Edelzellen. Dazu larve ich um und lasse mit Hilfe eines Sammelbrutablegers die Königinnen pflegen. Anschließen lasse ich die Prinzessinnen an meinem Stand begatten und markiere sie in der Jahrgangsfarbe nach dem ersten vollständigen Brutdurchlauf. Auf das Flügelschneiden verzichte ich – es ist für mich ein unnötiger Arbeitsschritt, da ich bei meiner Betriebsweise als Bienenhaltender verantwortlich für die Schwarmverhindung bin.
Meine Stand-DNA erweitere ich mit Bienen-DNA aus den Zucht-Linien von Peterseim / LeClaire.

Meine Basiszuchtkriterien: wehrhafte Sanftmut
Ich selektiere nach Sanftmut und Wabenstetigkeit sowie Wehrhaftigkeit gegenüber Varroa und natürlichen Gegnern. Ein weiteres, sich daraus ergebendes Kriterium, ist, dass diese Völker meist auch den größten Honigertrag bringen, denn sie sind vital – auch im Sinne der Größe-, gesund und in der Lage sich zu schützen.
Gesundheit
Meine Ladies werden einmal pro Jahr mithilfe einer Futterkranzprobe und von einer Bienensachverständigen (BSV) durchgecheckt.

Für Wanderungen, Verkauf und für mein ruhiges Gewissen schicke ich diese jährlichen Futterkranz-Proben zur Analyse ins Labor (nach Mayen oder …) ein. Nach Bedarf lass ich mir dann Gesundheitszeugnis vom örtlichen Veterinäramt ausstellen. Natürlich dokumentiere ich auch meine Behandlungen: Im Normalfall arbeite ich mit Teilen und Behandeln (TuB); dabei entsteht Brutfreiheit herstelle und ich kann die Ladies mit Oxalssäure besprühen. Zur Spätherbstbehandlung (sog. Restentmilbung) träufle ich Oxalsäure und während der Saison nutze ich den Drohnenschnitt als biotechnische Maßnahme.
Charakter
Vom Charakter her arbeite ich gerne mit sanftmütigen Bienen, da ich oft Gäste am Bienenstand habe und selbst gern ohne Schleier imkere. – Stress haben wir auf der Maloche genug – den brauchen wir nicht auch noch am Bienenstand.
Wie meine Betriebsweise zu meinen Honigbienen passt
Maß & Betriebsweise
Ich imkere auf Zander-Maß und nach der modernen Hohenheimer Betriebsweise.
Meine Bienenhaltung dokumentiere ich hier auf dem Blog HowToBee.de und bei Insta unter dem Handle @CaminoImker.
Standorte
- Dortmund
- Schwerte
Bei Fragen einfach melden: Caminoimker@howtobee.de
CaminoImker, 02.2026
















